Trans*, inter* und nicht-binäre (tin*) Kinder und Jugendliche gab es schon immer. In den letzten
Jahren entscheiden sie zunehmend, sich sichtbar zu machen. Im Zuge der Entwicklung des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes wurde ein Meilenstein für die Anerkennung und Selbstbestimmung dieser stark vernachlässigten Zielgruppe der Jugendhilfe erreicht:
Seit 2021 fordert §9 (3) KJHG explizit, die „unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen,
Jungen sowie transidenten, nichtbinären und intergeschlechtlichen jungen Menschen zu
berücksichtigen [...] und die Gleichberechtigung der Geschlechter zu fördern sowie Diskriminierung abzubauen“. Diese Aktualisierung ist Ergebnis und Spiegel queerer
Kämpfe und gesellschaftlicher Sensibilisierungsprozesse, die in den letzten Jahren
auch Teile der Mädchen*arbeit und der Jugendhilfelandschaft allgemein erreicht haben.
Viele Einrichtungen haben sich auf den Weg gemacht, geschlechtliche Vielfalt in ihren Konzepten bewusst mitzudenken und ihre Angebote entsprechend inklusiver zu gestalten.
Parallel zu diesen Öffnungsprozess erleben wir das erneute Erstarken rechter, rechtsextremer und antifeministischer Tendenzen in der Gesellschaft. Menschenrechte auf geschlechtliche, sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung werden wieder verstärkt in Frage gestellt.
Mit unserer Fortbildung wollen wir Grundlagen für eine tin*sensible Pädagogik vermitteln, Raum für den fachlich fundierten Austausch bieten und die gesellschaftlichen Debatten in ihrer Bedeutung für die Jugendhilfe einordnen.
Zeiten:
Mittwoch 29.04.26, 11 - 18 Uhr (präsenz in Bad Boll)
Donnerstag 30.04.26, 9 - 16 Uhr (präsenz in Bad Boll)
Donnerstag, 25.06.2026 9:30-13:30 (online)
Akademieweg 11
73087 Bad Boll
Deutschland
| Für Fachkräfte mit Bezug zu einer Organisation, die die Kosten trägt: | 100,00 € |
| Für Fachkräfte, die die Kosten selbst tragen müssen: | 50,00 € |
| Für Fachkräfte im Leistungsbezug oder ohne Einkommen und angehende Fachkräfte (Menschen in Ausbildung/Studium): | 30,00 € |