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Expert*innen-Hearing Mädchen* und Armutsbetroffenheit

4-stündige online-Veranstaltung zum Thema Mädchen* und Armutsbetroffenheit

Inhalt:
Diesen Termin möchten wir nutzen, um über die Kontextualisierung von Armut, Geschlecht und Kapitalismus zu sprechen. Eingeleitet wird mit gesellschaftlichen Perspektiven auf geschlechtliche Vergesellschaftung – also, wie hängen Armut und Geschlecht im Kapitalismus zusammen? Im Weiteren besprechen wir die Verschränkung von Klassismus und Geschlecht sowie aktuelle Adressierungen von Armut. Anschießend dienen Interview-Beispiele als Impuls für Austausch und Reflexion.
Den praktischen Bezugsrahmen bilden Erfahrungen aus der Empowermentarbeit mit armutsbetroffenen jungen Menschen. Dabei geht es um die Herausforderungen, mit denen die Adressatinnen* konfrontiert sind, und um die Frage, welche Rolle ressourcenorientierte Ansätze bei deren Bewältigung spielen können.
Im Fokus steht zudem, wie sich trotz bestehender gesellschaftlicher Machtverhältnisse Handlungsspielräume eröffnen und pädagogisch nutzen lassen.

Zielgruppe:
Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit bzw. Jugendsozialarbeit, Ehrenamtliche und Interessierte.

Referent*innen:

Karolin Kalmbach (Pronomen sie) hat an der Uni Potsdam Politik- und Verwaltungswissenschaften studiert und arbeitet seit 2013 bei GeStiK, der zentralen Einrichtung für Gender Studies an der Universität zu Köln. Das Zusammendenken und die Analyse von Arbeits- und Geschlechterverhältnissen zieht sich wie ein roter Faden durch ihr wissenschaftliche Beschäftigung, nicht zuletzt, weil sie vor dem Studium als Tischlerin gearbeitet hat.

Susanne Völker (Pronomen: sie oder kein Pronomen) ist seit 2011 Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt qualitative Methoden und Geschlechterforschung an der Universität zu Köln und wissenschaftliche Leiterin der zentralen Einrichtung ’Gender Studies in Köln‘ (GESTIK). Sie hat 2002 an der Humboldt Universität zu Berlin zum Thema „Hybride Geschlechterpraktiken. Erwerbsorientierungen und Lebensarrangements von Frauen im ostdeutschen Transformationsprozess“ promoviert und an der Universität Potsdam 2010 zum ‚Prekarisierung und Geschlechterverhältnissen’ habilitiert. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: Intersektionale Geschlechterforschung, Analyse der Postmigrantischen Gesellschaft, Biographieforschung, Feministische und Queer Theorie. 

Lena Hezel (sie/ihr), Diplom Pädagogin und Sozialwissenschaftlerin, befasst sich theoretisch, praktisch und biografisch mit den Auswirkungen von Armut und Klassenverhältnissen. Sie arbeitet im Mädchen*treff e.V. Tübingen in verschiedenen Projektzusammenhängen mit armutsbetroffenen jungen Frauen* und leitete ein Jugend- Empowerment-Projekt der Stadt Tübingen (2022), aus dem der Kurzfilm „Ich bin stark“ hervorging. 


Stornierung nach Anmeldung ist ausgeschlossen.

 

Wann
17.11.2026 von 14:30 bis 18:30
Teilnahmegebühr(en)
Teilnahmegebühr 15,00 €