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Geschlechterreflektierte Pädagogik: Umgang mit Widersprüchen und Widerständen mit Katharina Debus

Zweitägige Online-Fortbildung am 4. + 5. Oktober 2027 mit Katharina Debus.

Inhalt:
Wenn wir in Pädagogik bzw. Bildungsarbeit zu Geschlechterverhältnissen, geschlechtlicher und sexueller Vielfalt etc. arbeiten, begegnen uns Adressat*innen oft mit Widersprüchen. Die müssen nicht problematisch sein, oft sind sie Kennzeichen von Auseinandersetzung und emanzipatorische Bildung sollte Auseinandersetzung willkommen heißen. Dennoch können sie uns herausfordern. Umgekehrt können sich inhaltliche Widerstände bzw. Abwehr sowohl in Widersprüchen als auch in stillen Rückzügen oder Nach-dem-Munde-Reden zeigen. 

Hinter Widerständen stehen oft Sorgen, denen wir im ersten Schritt mit Interesse begegnen sollten. Gleichzeitig gilt es zu navigieren, in welchen Fällen wir Widersprüchen und Widerständen mit klaren Grenzen begegnen sollten, u.a. aus Gründen der Aufmerksamkeitsverteilung in der Lerngruppe und um Situationen zu unterbrechen, in denen manche Adressat*innen auf Kosten anderer Adressat*innen lernen oder unsere Veranstaltungen für Diskriminierung nutzen.

Im Seminar beschäftigen wir uns auf der Wissens-Ebene einerseits mit Ansätzen, die Widersprüche und Kontroversität als Aspekte emanzipatorischen Lernens würdigen, zum anderen mit Einordnungen und möglichen Auslösern von Widerständen und Abwehr. Wir reflektieren über eigene Lernerfahrungen und -gewohnheiten und weiten den Blick auf mögliche Erfahrungen unserer Adressat*innen. Ich stelle mögliche Umgangsweisen mit Widersprüchen und Widerständen vor und auch einen Ansatz zum Umgang mit unseren eigenen herausfordernden Gefühlen dabei. Und wir arbeiten und üben an konkreten herausfordernden Situationen, die Ihr einbringt. Der Fokus bzgl. der methodischen Impulse liegt dabei auf formaler Bildungsarbeit in Seminaren, Workshops, Schule oder Hochschule, aber es sind viele Transfers auf informelle Bildungsarbeit z.B. in der offenen Jugendarbeit möglich.


Hinweis: Am 4.+ 5. Februar 2027 findet eine weitere zweitägige Fortbildung statt, in der es um Grundlagen der Bildungsarbeit zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt geht.
Mehr Infos hier.

 

Zielgruppe:
Die Fortbildung richtet sich an Fachkräfte und Ehrenamtliche aus der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit, die sich seit mindestens einem Jahr aus diskriminierungskritischer bzw. feministischer Perspektive mit Geschlechterverhältnissen bzw. geschlechtlicher und sexueller Vielfalt beschäftigt haben und Werte wie Diskriminierungskritik, Selbstbestimmung und Solidarität teilen. Wir werden im Seminar nur begrenzt Zeit für inhaltliche Auseinandersetzungen haben, da wir einen Fokus auf Einordnungen und Handlungsoptionen im Umgang mit Adressat*innen legen. Teilnehmende der Grundlagenfortbildung “How to: Bildungsarbeit zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt” sind willkommen.

 

Termine und Zeiten:
Montag, 04.10.2027: Technik-Check-In ab 09:50h, Fortbildung 10h bis 17h
Dienstag, 05.10.2027: Technik-Check-In ab 09:50h, Fortbildung 10h bis 13:30h
Die verschiedenen Einheiten des Seminars bauen aufeinander auf und das Online-Seminar ist so verbindlich gestaltet wie ein Präsenzseminar. Eine Teilnahme an nur einzelnen Teilen ist nicht möglich.

 

Referentin:
Katharina Debus hat in den frühen 2000er Jahren mit politischer Jugendbildung und Mädchenarbeit begonnen und ist seit den späten 2000er Jahren aktiv in der Pädagog*innen- und Fachkräftebildung, Fachberatung, schreibt Texte, entwickelt Konzepte, Methoden und Materialien und bietet zudem Beziehungsberatung an. Schwerpunkte: Geschlechterverhältnisse; geschlechtliche, amouröse und sexuelle Vielfalt; Diskriminierung und Intersektionalität; geschlechterreflektierte und queere Pädagogik; Sexualpädagogik; Selbstreflexion und Gestaltung von Lernprozessen zu all diesen Themen. 
Mehr Infos: www.katharina-debus.de 

 

 

Wann
04.10.2027 10:00 bis 05.10.2027 13:30
Teilnahmegebühr(en)
Teilnahmegebühr 150,00 €